Das CJD - Die Chancengeber CJD Rhein Main

Meine Zeit in Schloss Hausen

Amir, damals 17 Jahre alt

Ich erinnere mich zurück, ich war ganz neu in Deutschland. Ich konnte gar nicht Deutsch sprechen, hatte keine Kenntnisse über Deutschland. In Schloss Hausen jede Jugendliche kriegt sein eigenes Zimmer und findet sich in eine Gruppe. Wir sind alle Flüchtlinge aus verschiedenen Länder, Somalia, Afghanistan, Uganda, India und mehrere Länder. Wir wollen hier wohnen, Schule machen, arbeiten und in Deutschland ein neues Leben erleben. Um diese Ziele zu erreichen, da sind Schloss Hausen und Leute, die da arbeiten. Bei uns gibt’s fast dreißig Einwohner. Manche gehen zur Schule und sind manche noch im Sprachkurs. Nach der Schule oder Sprachkurs um zwei Uhr ist Essenszeit und danach Hausaufgabe. Hausaufgabe ist eine Pflicht, und wenn jemand nicht da ist, kriegt Ärger (z.B. PC Urlaub oder kriegt kein Geld, um wegzufahren) und Abends gibt’s nur kaltes Essen. Am Wochenende sollen wir selbe kochen, damit wir kochen lernen können. Wir müssen immer unsere Zimmer, Wohnzimmer die Küche sauber halten und deswegen gibt’s Großreinigung einmal in der Woche. Keine Großreinigung heißt kein Taschengeld! Jede Gruppe hat zweimal Einkaufen in der Woche. Die Jugendlichen müssen auch Einkaufen lernen. Jeder hat ein bezuch Betreuer um die Probleme zu lösen und ohne Probleme geht gar nicht, die Computer sind kapput oder gibt’s nicht genug Betreuer, wenn man bei den Hausaufgaben Hilfe braucht oder die Jugendliche langweiligen sich. Es macht wenig Sinn, immer im Schloss Hausen zu bleiben. Wir wollen raus gehen und mit der Leute kontakt machen. Ich glaube dafür sollen die Betreuer Gedanken machen und etwas unternehmen. Wenn wir hier Probleme haben oder wollen etwas Vorschlagen ja klar das geht! In der Gruppenbesprechung kann man einfach sich äußern. Viele von uns hat keine Familie in Deutschland und das macht die Situation schwerer und deshalb brauchen wir immer viel Verständnis. Übrigens wollte ich sagen, dass wir in Schloss Hausen ein große Familie sind! Wir kümmern uns um einander, wir helfen einander und arbeiten immer zusammen. Schließlich bedanken wir uns für ihre Hilfe, die Leute, die im CJD Schloss Hausen arbeiten oder die im Jugendamt oder Ausländerbehörder arbeiten.


Wir wünschen euch immer Erfolg.