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Marte Meo: Etwas aus eigener Kraft schaffen

Auftaktveranstaltung zur Qualifizierung interessierter Fachkräfte des Trägers 27.02.2018

Die Planung, weitere Fachkräfte des CJD Rhein-Main für die Anwendung der entwicklungsunterstützenden Marte Meo Methode zu interessieren und zu qualifizieren und dieses Angebot als festen inhaltlichen Bestandteil unserer Regelleistungen auszubauen, konnte mit der Auftaktveranstaltung am 27.02.2018 einleitend umgesetzt werden.

Ingeborg Weisenstein, als speziell ausgebildete Fachkraft des Trägers,  stellte interessierten  Mitarbeiterinnen  des Trägers die Marte Meo Methode vor, die bereits in den 70 er Jahren von der Niederländerin Maria Aarts entwickelt wurde. Zielsetzung dieser Methode ist es, den Erziehenden mittels Videoaufzeichnungen von Alltagssituationen, einen Einblick in aktuelle Entwicklungsprozesse und Kommunikationsstrukturen zu geben. Die Videoaufnahmen zeigen dabei, an welcher Stelle elterliches Verhalten die Entwicklung fördert und wo es optimiert werden kann. Jede förderliche Kommunikation wird dabei als Ressource verstanden, die es zu verstärken gilt.

Bei der gemeinsamen Reflektion ausgewählter Sequenzen des Interaktionsverhaltens wird somit nicht das Bild des Problems sondern das Bild mit den möglichen Lösungen betrachtet. Das heißt im Focus der Analyse steht das Bild, auf dem am eindeutigsten eine positive Problemlösung erkennbar ist und das den Moment darstellt, in dem es einem Elternteil gelungen ist, dem Entwicklungsbedürfnis des Kindes in förderlicher Weise zu begegnen.

Mit Erfahrungsberichten aus der Praxis und anhand von ausgewähltem Bildmaterial vermittelte  Frau Weisenstein ihren Kolleginnen eindrücklich die Wirksamkeit dieser Methode. Es konnte ein Eindruck davon entstehen, wie Eltern in diesem Rahmen die Möglichkeit eröffnet wird, sich selbst im Kontakt mit ihrem Kind wahrzunehmen und in einem geschützten Rahmen eine Sicht auf den Ablauf und die Wirkung eigenen Handelns zu erlangen. Und es wurde deutlich, wie die integrierte Beratungssitzung, das  sogenannte Review eine Chance für die Eltern darstellen kann, über sich selbst, Interaktionsformen und Beziehungen in einer veränderten Art und Weise nachzudenken und praktische Informationen über förderliches Erziehungsverhalten zu bekommen.   

Fazit: Frau Weisenstein wird nicht die Einzige bleiben, die diese Methode in ihre Arbeit integrieren kann. Und fest steht, dass wir uns auch weiterhin dafür einsetzen werden, dass sich Kinder, die in emotional instabilen Beziehungen leben, wertgeschätzt und gesehen fühlen können. Und wir werden  Erwachsene dabei unterstützen,  auch in schwierigen Lebenssituationen, kindlichen Impulsen zu folgen und sich selbst und dem Kind Zeit für gelingende Interaktionsmomente zu geben.   

Bereichsleitung ambulante Hilfen / Hilfen zur Erziehung

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